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Ist Futterneid im Spiel?

St. Gallen, 23. März 2026

Am 12. März 2026 führte der Verein Endlesslife in St. Gallen eine Fachtagung zum Thema Kokain durch. Das Interesse war gross, der Pfalzkeller bis auf den letzten Platz besetzt: von Vertreterinnen und Vertretern aus der Medizin, anderen Fachbereichen sowie der Politik, auch von Angehörigen suchtkranker Menschen. Auf dem Programm standen Vorträge von renommierten Fachleuten, die den Kokainkonsum und das Thema Sucht aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Denn darum ging es: um eine Standortbestimmung, den Erfahrungsaustausch – letztlich auch um Entstigmatisierung. Die Resonanz auf die Tagung war überaus positiv. Dies dokumentieren die differenzierten Beurteilungen der Teilnehmenden auf den Fragebögen, aber auch die vielen zusätzlichen Rückmeldungen aus Kreisen der Suchtmedizin und der Forschung.

Am 19. März 2026 veröffentlichte das Forum Suchtmedizin Ostschweiz (Fosumos) eine harsche und unsachliche Kritik der Tagung. In reinem Fachlatein stellt es Dinge in den Raum, ohne sie zu konkretisieren, geschweige denn zu belegen. Fosumos lehne die «Grundhaltung» von Endlesslife klar ab. Es wird aber nicht ausgeführt, welche Grundhaltung gemeint ist. Das ist reine Polemik.

Weiter wird die «begleitende Kommunikation» von Endlesslife kritisiert, ebenfalls ohne zu präzisieren, was damit gemeint ist. Dafür werden Endlesslife Hinweise auf Dinge unterstellt, die an der Tagung gar nicht zur Sprache kamen. Angeblich seien sie im Vorfeld gesagt worden. Das ist doch unlauter!

Gänzlich inakzeptabel ist der Vorwurf, Endlesslife pflege ein reaktionäres Verständnis von Sucht. Wo bitte? In welchen Bereichen? Antworten werden nicht gegeben. Endlesslife lebt ein Suchtverständnis, das auf dem biopsychosozialen Modell basiert und ressourcen- und lösungsorientiert ist. Die Selbstwirksamkeit suchtkranker Menschen zu fördern, ist wohl kaum reaktionär.

Fosumos bemängelt «eine klare Verankerung zentraler Prinzipien wie Schadensminderung». Wie allen Referierenden standen dem Vertreter von Endlesslife für sein Referat 25 Minuten zur Verfügung. Der Titel lautete: «Fallbeispiele aus der Praxis». Das war die Aufgabenstellung. Selbstverständlich hätte er noch über viele andere Aspekte sprechen können, auch über Schadensminderung.

Fosumos lässt sodann die Ansätze von Endlesslife für Präventionsarbeit an Schulen nicht gelten. Präventionsarbeit war auch an der Podiumsdiskussion der Fachexperten ein Thema. Da war keineswegs eine kritische Abrechnung zu hören. Es gab unterschiedliche Ansätze, aber von niemandem fundamentale Kritik.

Die Art und Weise, wie Fosumos über die Tagung hergefallen ist, ist rufschädigend. Mit Pauschalvorwürfen und haltlosen Unterstellungen wird die engagierte Arbeit von Endlesslife diskreditiert und das Image des Vereins geschädigt. Da liegt der Gedanke an Futterneid nahe. Dass Fosumos diese bösartige Stellungnahme auf der eigenen Website publiziert, ist das eine. Dass aber das St. Galler Tagblatt die Ausführungen übernahm und publizierte, ohne dem Verein Endlesslife Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen, ist ein Verstoss gegen die journalistische Ethik.

Unverständlich ist überdies, dass Fosumos das Gespräch mit Endlesslife nicht gesucht hat. An der Tagung selbst und auch danach wäre es gut möglich gewesen. Es muss doch darum gehen, dass öffentliche Suchtfachstellen und private Einrichtungen zusammenspannen – im Dienste von suchtkranken und armutsbetroffenen Menschen. Hahnenkämpfe und Futterneid auf den Schultern der gesellschaftlich Schwächsten auszutragen, geht gar nicht.